Über den Verein

Gründungsgeschichte: Am 3. August 1927 wurde in Völkermarkt die Bürgerfrauen-gruppe gegründet. Vorausgegangen war die gemeinsame Mitgliedschaft einiger Bürger-frauen im Glockenkomitee.

Die Überlieferung berichtet, dass die Vorlage des seit der Gründung getragenen (später leicht erneuerten) Bürgerinnenkleides aus dem Besitz der Familie Allemann stammt. Diese betrieb im 19. Jahrhundert eine Seidenraupenzucht, und aus der daraus gewonnenen Seide wurde damals ein Hochzeitskleid angefertigt. Ursprünglich waren alle Kleider schwarz und es wurde die Bodenhaube dazu getragen. Heute bleibt die Farbwahl dem Geschmack der Bürgerfrauen überlassen. Seit 1976 trägt man die Goldhaube mit der schwarzen Masche.
Kleid: Das Bürgerinnenkleid ist zweiteilig und wird aus einem einfärbigen in sich gemusterten Seidenstoff in verschiedenen Farben genäht. Es besteht aus einem taillierten Spenzer mit zwei Teilungsnähten im Rücken. Dieser ist hochgeschlossen, mit einem kleinen Stehkragen, der mit einer zarten weißen Spitze besetzt ist. Zugeknöpft wird mit Stoff überzogenen Pressknöpfen oder schwarzen Glasknöpfen. Der Spenzer endet in der Taille mit einem Schößerl und hat seitlich und rückwärts in der Mitte einen Schlitz.
Haube: Eine Goldhaube mit Knauf, die auch mit Perlen und Granatsteinen bestickt sein kann, zeichnet die Völkermarkter Bürgerfrau aus. Die Haube ziert eine schwarze Masche mit Bändern.

Text aus: Joachim und Marlies Eichert, Kärntner Bürgerfrauen, Tradition mit neuen Aufgaben, Verlag

Daten

Gründungsjahr:
1927

Impressionen