Über den Verein

Es ist schwierig, Menschen zu herzhaftem Lachen zu animieren; viel schwieriger ist es, Menschen zu erschüttern. (Prof. Sepp Ortner)

Zu "Kein Platz für Idioten" schrieb Prof. Ortner
Tief beeindruckt ging ich von der überzeugend gespielten Aufführung des Problemstückes "Kein Platz für Idioten" vom zeitkritischen Autor Felix Mitterer heim. Ich weiß nicht, wen ich zuerst mehr loben soll:
a) die Schauspieler oder
b) das Publikum, das gezeigt hat, dass es nicht stimmt, dass Menschen nur dem oberflächlichen Klamauk folgen.
Gutes Spiel und gutes Publikum bedingen einander. Damit hat sich die Laienspielgruppe selbst das große Geschenk gemacht: Bühne als volksbildnerische Wirkstätte. Großartig die personelle Besetzung! Großartig das Spiel jedes einzelnen Darstellers! Die großartigen Laiendarsteller werden mir zugestehen, dass ich Franz Weißmann (Behinderter) und Heinz Hinteregger als väterlichen Taglöhner aus dem Ensemble hervorhebe. Phasenweise war ihr Spiel beklemmendes Leben.
Einst wie jetzt waren Behinderte unerwünscht. Als Lehre aus dem Mitterer-Stück könnte das Wort eines zeitkritischen Predigers gelten: "Dieses Jahrhundert wird sich als das fortschrittlichste bezeichnen dürfen, wenn es auch das menschlichste war." Wer aus dem Leid zweier unseliger Weltkriege nichts gelernt hat, wer den Fetisch Wohlstand und Überfluss anbetet, bleibt blind für das Leid, das diese Gesellschaft täglich neu gebiert. Nur, wer selbst erschüttert ist, kann andere erschüttern

Impressionen